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Zwischen Legacy und Cloud: Wie Banken ihre technologische Zukunft sichern

Jahrzehnte alte Kernsysteme mit monolithischen Architekturen bremsen deutsche Banken im digitalen Zeitalter aus. Die Branche braucht moderne Antworten auf wachsende Bedürfnisse und Regulatorik.

Daniel Amberger ist Finanzdienstleistungsexperte bei Slalom Germany.
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München, 10. März 2026. Viele europäische Banken betreiben Kernsysteme, die seit den 1980er-Jahren im Einsatz sind. Monolithische Architekturen, hohe Wartungskosten und schwindende Expertise für veraltete Technologien treffen auf eine Realität, in der Neobanken mit Cloud-nativen Plattformen in Wochen neue Produkte launchen. Gleichzeitig verschärfen Regulierungen wie DORA, Basel III und ISO 20022 die Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenqualität und Resilienz. Für viele Institute wird die Modernisierung ihrer Kernsysteme damit zur strategischen Notwendigkeit. „Entscheidend ist weniger der Wechsel der Plattform, sondern das Aufbrechen monolithischer Architekturen und die Neukonzeption des gesamten technologischen Fundaments von Datenarchitekturen über Betriebsmodelle bis hin zur regulatorischen Resilienz. Die IT-Abteilungen deutscher Banken werden im Zuge dieser Modernisierung zum strategischen Treiber ihrer Unternehmen“ erklärt Daniel Amberger, Sales Executive Financial Services beim Technologieberatungsunternehmen Slalom Germany. Banken die ihre Kernsysteme auf moderne Plattformen migrieren, profitieren dem Experten zufolge von resilienteren Hybrid-/Cloud-Architekturen, besserer Auditierbarkeit und Reportings in Echtzeit.

Cloud-native Architekturen als Antwort auf strukturelle Grenzen

Während klassische Systeme Innovation bremsen, ermöglichen Cloud-native Architekturen, neue digitale Services schnell zu implementieren. Die modernen Kernbankenplattformen verfügen über einen API-getriebenen, modularen Ansatz, sodass neue Apps und Services nach dem Baukastenprinzip angeschlossen werden können. Mit messbaren Vorteilen: niedrigere Betriebskosten durch automatisierte Skalierung und besseres Infrastrukturmanagement, deutlich beschleunigte Produkteinführungen, insbesondere bei Retail-Banking und Consumer-Credits, sowie mehr Resilienz durch Cloud-Infrastrukturen. Doch der Weg dorthin ist komplex. Die Migration eines Kernbankensystems zählt zu den anspruchsvollsten Transformationsprogrammen. „Wer alles auf einmal schaffen möchte, scheitert. Banken, die konsequent und schrittweise migrieren und modernisieren, verschaffen sich langfristig einen klaren strategischen Vorteil“, betont Amberger.

Strukturierte Migration statt Tech-Bingo

Die schrittweise Modernisierung verlangt zunächst, das Altsystem domänenbasiert zu zerlegen, um die Geschäftsbereiche klar priorisieren zu können. Die hybride Parallelführung bei laufendem Betrieb ermöglicht eine Migration ohne den Betrieb zu beeinträchtigen. Sogenannte Data Migration Factories, helfen, die eigentliche Migration hochautomatisiert durchzuführen. Zuletzt kann die Testautomatisierung helfen, regulatorische Nachweispflichten langfristig effizient zu erfüllen. Der methodische Ansatz reduziert die Komplexität der Transformation und ermöglicht Banken, die Risiken zu kontrollieren. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der Technologie, sondern auch darauf, mit Mitarbeiter-Enablement, einem neuen Operating Model sowie angepassten Governance-Strukturen eine adaptive und resiliente Organisation zu gestalten. „Die Modernisierung von Kernbankensystemen ist weniger ein IT-Projekt, als eine ganzheitliche Business-Transformation. Organisationen, die das verstehen, und entsprechend planen, minimieren Risiken und maximieren geschäftliche Mehrwerte“, erklärt Amberger. Für den Finanzmarkt bedeutet dies eine stabilere, innovationsfähigere und zukunftssichere IT-Infrastruktur – und für Institute, die jetzt handeln, einen klaren Wettbewerbsvorteil.
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Slalom ist ein führendes, international tätiges Technologieberatungsunternehmen, mit Hauptsitz in Seattle, Washington. Mitarbeiter in 53 Büros und 12 Ländern helfen Kunden weltweit, mit menschenzentrierten End-to-End-Lösungen in den Bereichen Cloud, Künstliche Intelligenz und Daten, echte Geschäftswerte zu generieren.

Mit über 244 Projekten, für mehr als 106 Kunden, ist Slalom Germany seit 2022 ein vertrauenswürdiger Partner großer und mittelständischer Unternehmen in der DACH-Region. An den Standorten München, Düsseldorf und Frankfurt am Main arbeiten rund 200 Mitarbeiter an der digitalen Transformation von Geschäftsmodellen und Arbeitsorganisationen, um Effizienzen zu erhöhen, nachhaltiges Wachstum zu erzielen und Mehrwerte für Kunden zu schaffen.

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